Digitale Awareness ohne Amazon, Google & Co.

WAY2slow | Folge 6

Nutzt du nur Tinder, um neue Dates zu bekommen? Wahrscheinlich etwas zu kurz gedacht. Genauso sieht es mit deinem Online Business aus, wenn es nur auf Amazon, Google & Co. aufgebaut ist. Wenn du dich nicht auch als Autorität aufstellst, steht dein Geschäft auf wackeligen Beinen.

Heute ist Sascha Ziemann von Charma Kaman zu Gast. Sascha beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit den Themen Grillen und Barbecue. Um sich auf diesem stets wachsenden Markt zu etablieren, hat er zahlreiche Methoden ausprobiert, um sich selbst als Marke zu etablieren und Verkäufe zu generieren.

Er teilt mit uns seine Erkenntnisse und verrät u.a., wie er nicht nur mit Amazon erfolgreich wird sondern auch seine eigenen Kanäle Schritt für Schritt ausbaut, um seine digitale Awareness zu steigern.

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Sebastian

Patrick

Sascha von Charma Kaman

 

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Transcript Folge 6 | Digitale Awareness  ohne Amazon, Google & Co.

Intro Herzlich willkommen WAy2Slow, dem unterhaltsamen und lehrreichen Podcast für Marketer und Seller.

Patrick Ja herzlich willkommen bei Way2slow dem unterhaltsamen Kanal für die Themen Marketing und Sales. Mit einer neuen schönen Folge. Heute wieder dabei, mein Kollege Sebastian.

Sebastian Hallo hallo.

Patrick Und ja wir haben auch den Sascha heute dabei von Charma Kaman Lifestyle.  Und das Interessante ist wir haben uns heute in München getroffen. Sebastian und ich sind aus Köln angereist und Sascha zufällig auch. Und genau, wir haben gedacht, wir nehmen mal eine schöne Folge auf. Was auch so ein bisschen das Thema E-Commerce angeht.

Sebastian Genau ja. Im Grunde heißt es ja heute nicht schönen guten Tag, sondern Servus in die Republik an die Empfangsempfänger da draußen. Unsere Analogie ist ja immer persönliche Beziehung und Geschäftsbeziehungen gerade im B2B und unsere Analogie heute ist E-Commerce und Dates. Das Synonym für Dating und Online-Dating ist häufig Tinder, bedeutet ist es sinnvoll für Dates für Online-Dating nur Tinder zu verwenden und dieselbe Frage stellen wir uns auch im E-Commerce, ob es sinnvoll ist sich nur auf Amazon zu konzentrieren. Bevor wir das machen wir aber natürlich vom Sascha ein bisschen was hören. Wer bist du? Was machst du? Und woher kennen wir uns eigentlich?

Sascha Ja erstmal Schönen guten Tag. Vielen Dank für die Einladung. Ich bin echt dankbar, dass ihr mich eingeladen habt.

Sebastian Natürlich sehr gerne.

Sascha Und ja Wer bin ich. Ich habe dir ja schon gehört. Ich bin Gründer der Marke Charma Kaman Lifestyle. Ich habe das aber tatsächlich ein bisschen genauer spezifiziert. Ich habe das in dem Segment Barbecue und Kitchen tatsächlich untergebracht und mein Ziel ist tatsächlich meine Kunden mit dem besten Barbecue und Küchen Zubehör zu versorgen. Und ja da freue ich mich tatsächlich auch noch mit euch auf Details einzugehen. Vielleicht so ganz nebenbei: Wir haben uns vorher schon einmal alle drei gesehen einmal.

Sebastian Für die Leute da draußen die die Geschichte nicht kennen wir sind Ex-Kollegen bei FLOWFACT, einem mittelständischen Unternehmen für Immobilien Software und waren da anderthalb Jahre Kollegen. Also haben uns nicht nur einmal gesehen, sondern häufiger. Aber wir sind immer noch verbunden geblieben und nebenbei neben dem Job den du natürlich immer noch hast bei FLOWFACT, kümmerst du dich hobbymäßig und auch Freizeitmäßig um deinen Online-Store.  Gut bevor wir uns auch mit dem Online-Store näher befassen, kommen wir vielleicht nochmal mal ein bisschen auf das Thema zu sprechen erst auf die Analogie Tinder und Dates. Ich weiß nicht, ob der eine oder andere von uns Tinder schon mal benutzt hat. Ich kann auf jeden Fall, nicht aus eigener Erfahrung sagen, aber durch einen guten Freund, den ich an dieser Stelle nicht namentlich nennen möchte, dass Tinder für Dates auch durchaus problematisch sein kann. Gerade wenn man nicht nur ein Date am Tag hat, sondern mehrere, drei vielleicht, und die auch relativ ähnliche heißen. Die Ines, Tinas und Sinas da draußen, ihr wisst das vielleicht. Aber wenn wir das Ganze nochmal persönlich betrachten, Dating, Menschen kennenlernen, findet ja nicht nur auf Tinder statt. Wo lernst du denn deine Frauen genau kennen?

Patrick Die meisten tatsächlich bei Werkenntwen und ICQ.

Sebastian Für das ältere Semester, ihr kennt das vielleicht. Für das jüngere Semester das sind keine Online-Dating Plattform. So hat man sich früher digital online unterhalten.

Patrick Genau richtig. Man muss dazu sagen ich gehöre ja auch einer Generation an und ich erinnere mich auch, als wenn sie gar nicht passiert wäre. Ich denke, dass heutzutage hoffentlich die meisten der jetzt noch persönlich stattfinden nicht nur über die Online-Schiene. Wobei man sagen muss, wenn man sich nur auf eine App, wie jetzt beispielsweise Tinder, verlässt, dann kann es auch mal dazu führen, dass wenn Tinder mal den Hahn abdreht, dass die Date-Menge natürlich nachlässt und man auch plötzlich nichts mehr zu tun hat.

Sebastian Was macht man dann. Dann muss man auf einmal proaktiv auf Frauen zugehen auf Männer zugehen und fragen Hey was machst du eigentlich? Was sind deine Hobbys? Ein paar Bilder von dir, damit ich dich mal vergleichen kann und eventuell swipe ich dann von unten nach oben, von links nach rechts, oder hau dir auf den Kopf. Man weiß es ja dann nicht.

Patrick Oder man hat eben auch wie manche Leute da irgendwie Telefonpersönlichkeit, die eben die Termine dann koordiniert und man selbst nur noch zu den Terminen ausfährt. Ach ja, sehr gut.

Sascha Also wo du gerade von der Generation sprichst. Hier ist nochmal Sascha ne. Tatsächlich habe ich meine Frauen damals. Heutzutage passiert das ja nicht mehr, weil ich ja auch fast verheiratet bin. Habe ich tatsächlich Frauen persönlich im Club kennengelernt. Ich bin abends sehr oft feiern gegangen, ich habe mich persönlich bei den Frauen vorgestellt und es gab eine drei Sekunden Regel. Diese drei Sekunden Regel hab ich auf alles in meinem Leben adaptiert.  Was heißt das eigentlich für dich jetzt da draußen? Für dich heißt das fackelt nicht lange. Frag die Frau sofort.

Sebastian Was fragst du denn dann?

Sascha Das hängt ein bisschen vom Typ der Frau ab. Hängt ein bisschen von der Zielgruppe ab.  Es gibt halt Frauen, die sind sehr oberflächlich. Es gibt Frauen, die sind sehr tiefsinnig. Es gibt Frauen, die sind unglaublich aufgedreht und du musst dich tatsächlich so ein bisschen der Situation anpassen und das finde ich auch ein ganz schönes Thema. Ich habe so eine Ahnung davon, warum du dieses Thema Tinder Dates für dich aufgegriffen hast.

Sebastian Ich habe keine Ahnung wovon er spricht hat.

Sascha Vielleicht mal so ein kleiner Ausflug. Ein kleiner Exkurs, wie lerne ich neue Frauen kennen. Erinnert euch an die 3 Sekunden Regel.

Sebastian Ich glaube das werden wir nach der Aufnahme, nach dem Podcast heute noch ein bisschen vertiefen. Versuchen wir aber vielleicht noch mal den Schwenk zu bekommen zudem ja doch Online-Marketing und Sales Thema. Heute ein bisschen E-Commerce und Online Shops. Also die Frage „Ist es sinnvoll in der E-Commerce Strategie sich vor allen auf Amazon und Co. zu verlassen?“ Was sagt ihr dazu.

Sascha Das tatsächlich ganz leicht zu beantworten. Das hat nämlich alles sein Für und Wider. Amazon ist natürlich, dadurch dass Amazon einfach ein Platzhirsch ist, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Ich denke jeder Zweite kennt Amazon. Es ist natürlich relativ schwer zu bewerten. Amazon hat natürlich einige Vorteile. Bekanntheitsgrad sorgt dafür, dass die Umsätze unglaublich gut gesteuert werden können. Das dein Produkt, was auch ein No Name Produkt sein kann, ziemlich schnell gestreut wird und du vom ersten Tag an ziemlich viele Verkäufe generieren kannst. Das Risiko was dabei aber besteht, ist tatsächlich, dass wenn du ein Produkt nimmst was nicht jeder kennt. Ich spreche jetzt auch speziell von der Marke von dem Branding. Das ist, wenn man ein Produkt nimmt was ersetzbar ist das es viel Konkurrenz gibt und dadurch man viel Umsatzverluste fahren kann. Amazon ist ein guter Einstieg aber wenn man sich langfristig im Online Business bewähren möchte sollte man nicht nur Amazon machen, sondern tatsächlich auf verschiedene Plattformen zurückgreifen. Da spreche ich auch vom Onlineshop. Ich habe mich tatsächlich direkt am Anfang, das war vielleicht nicht ganz so gut, aber ich habe mich am Anfang auf einen eigenen Onlineshop konzentriert. Habe mich mit verschiedenen Modulen beschäftigt unter anderem war WooCommerce. Das ist ein relativ bekanntes Plug-in für die Produkte und mit diesen WooCommerce Plug-In kannst du ziemlich gut eine Übersicht behalten. Es sind auch Umsätze abgebildet und das ist ganz schön gelöst. Letztlich generiert aktuell wenig Umsatz über meinen eigenen Onlineshop. Das hat aber auch ein bisschen was damit zu tun, dass ich meine Conversions nicht klar definiert habe. Das habe ich ja auch in den letzten Tagen durch einige Gespräche durch einen sehr sehr versierten Kollegen festgestellt. Und ja das ist ein ziemlich spannendes Thema, das hat sich jetzt auch ein bisschen in die Richtung hin entwickelt wo ich mir denke na gut möchte ich wirklich so viel von meinem eigenen Umsatz an Amazon abtreten. Natürlich nicht. Ich möchte so viel wie möglich in meine eigene Tasche stecken und dazu muss ich einfach auf den Onlineshop gehen. Ich muss dafür sorgen, dass die Umsätze in meinem Online-Shop steigen das schaffe ich aber nur indem ich meine Bekanntheit erhöhe und dass ich ein gewisses Vertrauen erwecke. Dieses Vertrauen zu erwecken das ist nicht leicht. Ich dachte immer das könnte ich irgendwie mit links. Aber jetzt bin ich mittlerweile ein Jahr dran und stelle immer wieder fest, dass ich da so ein bisschen an meine Grenzen komme und dass ich das tatsächlich auch nicht ganz allein schaffen kann. Da würde ich mir für die Zukunft noch professionelle Hilfe zu ziehen wollen. Zumal ich ja das auch nebenberuflich mache und nicht die Zeit dafür finde das irgendwie noch umzusetzen. Soviel dazu erst mal so.

Patrick Ich ja ich würde noch was einwerfen und zwar auch so ein bisschen das Thema eigene Sicherheit und vielleicht auch finanzieller Freiheit, wenn man das Ganze hauptberuflich machen möchte oder hauptberuflich macht. Amazon ist natürlich die Plattform oder die erste Plattform, die man häufig wählt, weil so viel Marketing abgenommen wird. Natürlich muss man auch da verschiedene Marketingkampagnen fahren, wenn man das Produkt von vornherein gut platzieren möchte. Aber es kann auch mal passieren, dass Amazon einfach mal den Hahn zudreht. Durch ein kleines Missgeschick. Ich habe auch ein Amazon Account. Mir ist das auch mal passiert. Ich hatte ein kleines Zahlendreher in meiner Umsatzsteuer ID. Und das wurde im Nachhinein irgendwann festgestellt. Auf einmal waren meine Produkte nicht mehr zu finden. Das heißt der Hahn wurde zugedreht. Wenn man dann langfristig nur auf ein Portal wie Amazon geht dann, und es wird einem der Hahn zugedreht, dann gehen einem natürlich entsprechend die Umsätze flöten und man hat wesentlich mehr Sicherheit wenn man mehrere Plattform nutzt. Amazon vielleicht auch Ebay. Kann auch eine gute Plattform sein. Oder auch, wie du schon gesagt hast, der eigene Online-Store. Das wenn mal irgendwo was wegbricht man immer noch zwei drei vier Kanäle hat, die weiterhin laufen. Das kann sonst sehr gefährlich werden.

Sebastian Wie lange hat es gedauert bis Amazon sich dann wieder online gelassen hat.

Patrick Ich glaube das waren zwei Wochen. Genauso gut ist es auch wichtig mehrere Produkte zu haben. Du hast ja schon mittlerweile ein größeres Sortiment oder ein wachsendes Sortiment. Da kann es auch mal passieren, dass irgendwo ein Produkt Out of Stock geht, man passt mal nicht auf oder man hat irgendeine Problematik mit Artikel Beschreibungen wo Amazon auch da sagt so den nehmen wir jetzt erst mal raus bis das Problem behoben ist. Und dann ist es gut, wenn man noch zwei drei vier oder zehn weitere Produkte, die immerhin noch laufen und für Umsätze sorgen.

Sascha Ist tatsächlich ein sehr gutes Thema. Wenn ich noch mal sagen darf. Amazon hat sich da schon ziemlich ausgeklügeltes Konzept einfallen lassen. Das ist für Amazon eine Gelddruckmaschine. Aber Amazon sorgt auf der anderen Seite schon dafür, dass du als Verkäufer von Anfang an erfolgreich sein kannst. Die verlangen natürlich eine Provision, die verlangen Versandkosten, verlangen für die Marketingkampagnen natürlich auch nochmal Geld. Und wenn man das alles zusammenrechnet dann gibts schon wirklich viel von der Marge dann auf dem Weg in die eigene Tasche verloren. Wie gesagt ich kann es auch nur nochmal bestätigen. Konzentriert euch nicht nur auf einen Kanal, konzentriert euch auf mehrere Kanäle, wie Patrick gerade gesagt hat. Ebay vielleicht auch Instagram da gibt es doch ganz geschickte Möglichkeiten wie man Produkte vermarkten kann.

Sebastian Pinterest ist mittlerweile auch sehr neu gestartet. Auch in Deutschland mit Werbemöglichkeiten und da ist es auch sehr interessant noch kein großer Wettbewerbsdruck ist eine neue Werbeplattform. Eine sehr visuelle Plattform, die natürlich so Produkten wie Grillzubehör natürlich auch einen großen Mehrwert bietet als wenn ich jetzt auf Google Ads gehen würde wo ich einfach nur Grillzange, Grill was auch immer Zubehör eingebe und dann vielleicht auch weniger Emotionalität geliefert werden kann und der Wettbewerb ungleich höher ist. Was ich sehr sehr spannend finde ist es im Grunde auch der Punkt, es ist im Grunde egal ob der Online-Shop jetzt zwei Monate zwei Jahre oder 20 Jahre existiert. Wenn ich mich in einer Nische bewege wo ich eher unbekannten wo ich aber auf jeden Fall im Mindset der Zielgruppe sein will, brauche ich Branding brauche ich Awareness, brauche ich eine gewisse Sichtbarkeit und das eventuell auch über einen langen Zeitraum, bevor ich meine Marke mehr oder weniger etabliert habe. Denn da gibt es ja auch viele die das jetzt schon länger machen die ihnen bekanntheit haben die vielleicht eine gewisse Fanbase haben. Wie hast du für dich versucht jetzt so eine Sichtbarkeit mit Awareness und Branding aufzubauen. Wie bist du da dran gegangen von Anfang bis jetzt. Wie willst du das vielleicht mit Zukunft machen.

Sascha Ich habe ja ganz bewusst für eine Nische in dem Bereich entschieden die sich eher im Premium Segment ansiedelt. Ich habe meine komplette Marke tatsächlich ein bisschen darauf ausgerichtet, dass der Kunde sofort das Gefühl hat, das hat eine gewisse Wertigkeit. Das hat was mit dem Logo zu tun das hat auch ein bisschen was damit zu tun, wie ich die Produkte beschreibe. Verpackung ist ein ganz wichtiges Thema. Das beste Beispiel ist für mich Apple. Die haben das verstanden. Tatsächlich habe ich mir ein paar Ideen auch von Apple mitgenommen. Zum Beispiel bei der Produkt Verpackung habe ich mir überlegt: Was muss der Kunde eigentlich fühlen damit er der Mitte irgendwie eine gewisse Wertigkeit verspürt? Also habe ich mir überlegt was sind Materialien, die heutzutage benutzt werden. Erstens eine Wertigkeit ausstrahlen zweitens vielleicht auch den Kunden ein bisschen zeigen, dass die Materialien, die verwendet werden nachhaltig sind. Das ist auch ein ganz großes Thema. Der Kunde spürt das auch wenn er die Verpackung sieht. Viele Produkte werden ja auch einfach in China produziert. Wenn also ein 08/15 Grillbürste in die Hand nimmt, die auspackt und bekommt erst mal so ein beißender Geruch entgegen dann denkst du dir Okay … Da habe ich mir dann verschiedene Materialien zusammengestellt, dann habe ich mir überlegt wie kann ich den Kunden nochmal abholen, hab einen persönlichen Brief aufgesetzt. Sodass der Kunde auch angesprochen fühlt und dann davorsteht, wow das ist ein Produkt, darüber kann ich mich identifizieren und das möchte ich in Zukunft auch weiter kaufen. Aber das ist noch gar nicht alles. Das ist wirklich nur an der Oberfläche gekratzt. Da gibt es noch ganz andere Aspekte, die für mich eine Rolle spielen damit ich auch sichtbarer werde als Marke. Erstens gehört es natürlich dazu, dass du im Internet sichtbar bist. Das heißt du hast Blogbeiträge du vernetzt dich bestenfalls noch mit anderen Unternehmen, die in derselben Branche unterwegs sind und versuchst deine Produkte darüber zu promoten. Das Thema Content.

Sebastian Was ja auch sehr interessant ist: dein Instagram-Account hat tausend Follower tatsächlich. Das finde ich sehr sehr junge eigentlich eher unbekannte Marken sehr sehr interessant. Das ist natürlich auch irgendwo kein Commitment eines Followers, dass er dir jetzt irgendwas Persönliches gibt oder sogar Kauf. Aber es ist natürlich genau das was du gerade gesagt hast: ja ich will Sichtbarkeit. Ich muss die Marke etablieren. Ich muss zu einer Autorität in meiner Fanbase werden damit dann auch irgendwann Käufe generiert werden können.

Patrick Mir fällt gerade noch etwas ein zum Thema Was ist halt wichtig um sich richtig zu platzieren von vornherein. Wir kennen uns ja jetzt schon eine ganze Weile und ich habe ja auch den Aufbau deiner Marke und deines Unternehmens sehr gut mitverfolgen können. Was man natürlich auch nach draußen mitgeben sollte ist, dass man Produkte und eine Marke versucht zu etablieren oder auch nach außen trägt mit der man sich selbst sehr gut identifizieren kann. Wo man selbst dahinter steht. Vielleicht dass man ein Hobby für sich entdeckt hat wie beispielsweise das Kochen oder das Grillen und sagt: Okay das ist ein Thema was mich total interessiert, wo ich meine Leidenschaft für habe und entsprechend damit arbeite.

Sebastian Respekt auch, dass du das neben deinem Vollzeit Beruf ja eben machst. also wenn das kein Hobby, wenn das keine Leidenschaft von dir wäre, würdest du es ja sowieso nicht machen. Das du auch da viel viel Herzblut reinsteckst, neue Sachen ausprobierst, wie keine Ahnung: wie kann ich Kaffee rösten im Grill? Solche Dinge die man auch einfach aus Neugierde macht. Und ob das dann das erste Mal gut funktioniert oder nicht, spielt dann glaube ich auch erst mal keine Rolle, aber man zeigt eben auch dadurch, dass es eine Passion und dafür echt viel Respekt. Das Thema Content ist natürlich auch wichtig. Du hast gerade gesagt du legst dann auch einen Brief dazu zu dem Produkt und versuchst du auch ein bisschen mit Content zu arbeiten. Warum glaubst du ist das wichtig? Man kann ja auch sagen: Hey mach ich einfach nicht, weil es zu viel arbeiten.

Sascha Es geht vor allem für mich da die persönliche Ansprache. Es geht darum, dass der Kunde versteht wie das Unternehmen eigentlich tickt. Klar es kann auch mal ein Kunde dabei sein der diesen Brief in die Hand bekommt das Siegel aufreißt. Ich habe da übrigens ein richtiges Siegel aus Wachs aufgedruckt. Das Siegel aufreißt und es irgendwie rausziehen und sich denkt, was ist das denn für ein Schwachsinn? Zerreißt den Brief, direkt in die Mülltonne. Kann natürlich auch passieren. Aber ich hoffe im besten Fall, dass der Kunde versteht wie das Unternehmen funktioniert und mit welcher Leidenschaft das Ganze passiert. Und ich habe tatsächlich auch noch zwei Gutscheincodes mitreingelegt. Das heißt Kunde hat die Möglichkeit auf meiner Homepage draufzukommen. Dann ein Rezeptbuch runterzuladen oder ein Grillguide runterzuladen. Der hat da schon ein paar Möglichkeiten sich noch zusätzlich ein Content von meiner Seite aus zu beziehen. Und ich denke das sorgt auch ein bisschen dafür, dass der Kunde meine Homepage im Blick behält und er sich bestenfalls für meinen Newsletter einträgt oder für ein weiteres Produkt bei mir entscheidet. Ja doch hoffe ich natürlich, dass darüber Zusatzverkäufe zustande kommen.

Patrick Das Thema ist halt auch sehr interessant wie ich finde. Da auch wieder egal ob die Webseite jetzt zwei Monate oder 20 Jahre existiert. Wenn man in der Lage ist sich als Autorität in seiner Nische zu etablieren und über Gutscheincodes oder Rezeptbücher, über Grillguide, über so viele Dinge die mittlerweile hast. Hast du ja irgendwann ein Standing, von Wegen, dass ist der Experte, dass es die Autorität. Und wenn ich nochmal eine Frage habe zu irgendetwas weit weg von deinen Produkten vielleicht dann gucke ich bei dir im Blog nach, auf der Webseite nach, auf Instagram. Fragt sich vielleicht sogar irgendwie persönlich und irgendwann, wenn ich nochmal was brauche, da weiß ich da gibt’s doch kann man Kammann, warum gehe ich nicht hin und guck mal was die haben. Eben genau das zu dem Zeitpunkt in dem Mindset von demjenigen zu sein und Kauf zu tilgen.

Sascha Das wäre tatsächlich mein aller größter Wunsch.

Sebastian Das wünschen wir natürlich auch gut. Ich glaube das war schon sehr sehr viel sehr sehr guter Content von uns, auch von dir. Von daher vielen Dank. Vielleicht nochmal zusammenfassend: nicht nur auf Amazon, Google und eine Plattform konzentrieren. Weil Amazon oder Google ist keine Marketing-Strategie. Das muss immer im Einklang sein und sich auch als eigene lokale oder auch internationale Autorität aufzubauen. Vielen Dank für deine Zeit. Patrick auch herzlichen Dank.

Patrick Also genau noch zu erwähnen wer sich da mal ein bisschen schlau machen will, sich die Produkte angucken möchte und wie die Marke aufgebaut ist. Schaut einfach mal bei vorbei bei Charma Kaman.

Sascha Also die Internetadresse lautet Charma-kaman.com. Schreibweise ist nicht so ganz eindeutig. Achtet darauf, dass ihr ganz am Anfang ein CH für Charma schreibt. Darüber habe ich ja schon eine sehr lange Diskussion gehabt.

Sebastian Ich habe aber gesehen, wenn man es einfach wie KarmaKaman, dann kommst du auf jeden Fall auf deine Amazon Produkte. Aber ansonsten kriegt auf jeden Fall auch den Link über diese Episode in Podcast, in iTunes, auf unserer Website. Überall kriegt ihr den Link auf jeden Fall zu der Website. Nächste Folge wird wahrscheinlich auch mit einem ehemaligen Kollegen sein der mittlerweile in der digitalen Dachdeckerbranche. Genau der Moritz wird uns beim nächsten Mal… Aber ein sehr interessantes Thema wird sein: wie kriege ich ihn von offline Aktionen, die Leute in Online Kanäle zu bekommen. Sehr sehr spannend. Wir freuen uns auf ihn. An dieser Stelle herzlichen Dank. Ich wünsche euch einen leadreichen guten Abend und bis zum nächsten Mal.

Patrick Bis zum nächsten Mal.

Sascha Danke schön.