Erfolgreiche Online Banner: Das kannst du von Bannern auf Pornoseiten lernen

WAY2slow | Folge 1

Online Banner erhalten meistens eher wenig Aufmerksamkeit, wenn du wenig Zeit hast, dich um dein Online Marketing zu kümmern. Dabei kann es so viel Spaß machen, wenn du eine geile, virale Kampagne auch mit Online Bannern erstellst.

Online Banner sind das Stiefkind im Online Marketing. Kaum Conversions, vielen Website-Besuchern wird sogar eine Banner-Blindness attestiert. Woran das liegt? Weil die meisten Banner einfach mies sind. Sie machen die Zielgruppe nicht neugierig, nerven und sind der Hauptgrund, warum Ad Blocker erfolgreich sind. Wir zeigen dir in diesem Video, wie du Banner wieder erfolgreicher gestalten kannst. Und warum ein Modehersteller, eine Agentur gegen Rechtsextreme und ein Lieferdienst aus den USA erfolgreich mit Online Bannern sind.

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Sebastian

Patrick

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Transcript Folge 1 | Erfolgreiche Online Banner: Das kannst du von Bannern auf Pornoseiten lernen

Sebastian: Herzlich willkommen zur ersten Folge WAY2slow, der unterhaltsam und lehrreichen Online-Serie zum
Thema Online Marketing und Sales Aktivitäten. Ich bin der Sebastian.

Patrick: Ich bin der Patrick. Wir befassen uns heute mit dem Thema Online Banner.

Sebastian: Nicht irgendwelche Online banner sondern Online Banner
auf Pornoseiten, was ihr davon lernen könnt. Wir haben da mal ein bisschen recherchiert, die letzten gefühlt 15
Jahre oder noch länger. Das Thema Online Banner ist ein sehr spannendes, weil es das Stiefkind im ganzen Online
Marketing ist. Keiner mag es. Wir haben Ad Blocker, wir wollen sie eigentlich nicht sehen. Es gibt eine Banner Blindness. Das gibt es eigentlich bei keinem anderen Format in der Online Marketing Welt. Und gerade das Thema Pornoseiten ist vielleicht nicht nur aus persönlichen Gründen sehr, sehr interessant sondern auch aus Gründen der Online Banner Recherche. Wir haben euch da mal drei Sachen rausgesucht und wir fangen einfach mal mit dem ersten an. Das erste Beispiel ist Diesel, der Modehersteller, der vor ein paar Monaten, Jahren ich weiß es nicht mehr genau auch auf Pornhub Werbung gemacht hat. Wir zeigen euch mal gerade das Beispiel.
Im Grunde ein sehr sehr großes Werbebanner. Ein Wallpaper an der Stelle mit der Message „Armed and ready”. Patrick, was hältst du davon?

Patrick: Ja, was halte ich davon? Noch nie gesehen. Was ich interessant finde, ist natürlich auf der linken Seite die Banane.

Sebastian: Die Banane in der Hose.

Patrick: Die Banane in der Hose, wo man sich natürlich die Frage stellt, was versucht der Werbetreibende hier zu
bezwecken? Geht er auf Conversions oder auf Awareness oder will er einfach den Mann verwirren, indem man einfach die Banane in der Hose sieht? Man weiß es nicht.

Sebastian: Es gibt natürlich Zielgruppen, die das wahrscheinlich sehr sehr spannend finden, aber wahrscheinlich auch so ein bisschen die frage: in welche Richtung soll es gehen? Ist es Conversions? Da ist natürlich immer die Frage: Online Banner
immer das große Problem, so gut wie keiner will konvertieren, weil man gerade irgendwo anders dabei ist. Bei Pornhub vor allen Dingen. Da will man sich nicht davon abhalten lassen und jetzt gerade Unterwäsche bestellen. Aber wenn es nur um Awareness das geht, natürlich sehr, sehr spannend. So viel zum Thema Diesel.

Patrick: Spannend, ich habe es vorher noch nie gesehen.

Sebastian: Was wir natürlich auch noch sagen müssen, bei dem ganzen Thema Online Banner auf Pornoseiten. Die meisten gehen natürlich im Inkognito Modus drauf. Man möchte nicht unbedingt nachverfolgt werden oder man möchte es nicht in seinem Verlauf haben.
Von daher sind solche Geschichten wie Retargeting/Remarketing problematisch, weil ich es nicht so einfach kann, aber ich kann trotzdem targeten, also ich kann zum Beispiel sagen, auch wenn ich im Inkognito Modus, im privaten Modus surfe, kann ich bestimmte Zielgruppen targeten, nach Gerät nach Standort. Das funktioniert auf jeden Fall.

Reine Awareness und maximale Reichweite mit Online Bannern

Patrick: Anderes Thema wäre natürlich, wenn man tatsächlich auf reine Awareness geht, wie bei unserem nächsten Beispiel. Ich würde sagen, wir blenden das auch direkt mal ein. Wir haben hier einen sehr interessanten Banner: „Nazis ficken, wählen gehen.” Wo letztendlich der Betreiber, die Kooperative aus Berlin, eine Agentur, mit der Anzeige Wähler mobilisieren möchte. Letztendlich die klare Message rechten Parteien keine Chance geben. Hier sieht man auch schon, es gibt kein Call to Action. Das heißt, wahrscheinlich ist
diese Anzeige auf Awareness ausgelegt, nicht auf Conversions und das Ziel ist mit Sicherheit auch nicht unbedingt Klicks zu erzeugen sondern einfach nur eine Message rüber zu bringen.

Sebastian: Da auch ein schönes Beispiel, wie man auch ein bisschen Social Responsibility, Corporate Responsibility darüber transportieren kann. Das super Interessante ist dabei auch, wenn es kein Call to Action gibt, es gibt natürlich eine Landingpage dahinter
und die blenden wir auch mal gerade ein. Die ist sehr interessant. Super einfach gemacht, ich möchte nicht sagen schlecht.

Patrick: Nicht gerade sehr aufwändig betrieben.

Sebastian: Es war nicht der Hauptfokus. Sehr spannend, gerade am Ende. Der Call to Action unten.

Patrick: Relativ pfiffig gemacht, wo man vermittelt bekommt, entweder du machst jetzt hier auf der Seite etwas, wenn du aber keine Lust hast, dann kannst du mit dem weitermachen, womit du gerade aufgehört hast.

Eat24, das Beispiel für Markenbekanntheit bei der Zielgruppe

Sebastian: Oder dich gerade erst unterbrechen lassen. Kommen wir zum letzten Beispiel. Ich blättere mal gerade das Story Book um. Das letzte Beispiel, auch ein durchaus Bekanntes, auch mal in der t3n erwähnt gewesen, in vielen anderen Publikationen. Eat24, ein US Lieferdienst von Lebensmitteln/Malzeiten, so wie wir es auch hier in Deutschland kennen, der sich irgendwann mal überlegt hat: Hey, wer ist denn unsere Zielgruppe? Wo können wir alles werben? Und irgendwann kamen die Herrschaften auch zu der Idee: wir machen das auch auf Pornoseiten. Sehr interessant geschrieben, es gibt einen ganzen Blogartikel auf Eat24. Auf jeden Fall lesenswert. Wenn ihr mal einen schlechten Tag im Büro habt, schaut euch diesen Blogartikel an. Er ist es wert. Er macht euch viel bessere Laune, als ihr wahrscheinlich dann gerade habt. Die Leute von Eat24 schreiben da auch schön drüber. Wir denken manchmal auch Outside of the Box. Wir versuchen unser Geld möglichst gewinnbringend einzusetzen. Möglichst wenig Input, möglichst maximaler Output. Sehr sehr schön und irgendwann haben sie sich natürlich auch überlegt: Hey, was können wir denn alles machen? Sie haben sich ein bisschen mit ihrer Zielgruppe befasst und haben zum Beispiel festgestellt, dass viele Porn Stars auch auf Twitter schreiben, dass sie sehr große Fans von Eat24 sind und die Eat24-Leute schreiben dann auch im Blogartikel schöne Zeilen darüber, Auszüge aus Tweets von Pornostars. Wenn man solche Fans hat, dann hat man es geschaff. Aber das ist nicht alles. Die Eat24-Leute haben sich dann auch
konkret mit Pornoseiten beschäftigt, verglichen, was es denn sonst noch alles gibt. Pornoseiten haben einen sehr sehr hohen Traffic, bedeutet neben Facebook, Google und allen anderen Seiten eigentlich so die bekanntesten und am häufigsten besuchten Seiten im Netz. Wir mussten uns natürlich dann auch zu Recherchezwecke selber häufiger mal besuchen, haben aber keinen Banner gefunden, der von anderen Seiten außer Pornos bewirbt. Recht interessant auf jeden Fall, dass 99 Prozent der Werbebanner auf Pornoseiten machen Werbung für Pornos. Deswegen ist es auch natürlich sehr sehr langweilig. Das andere: es sind sehr sehr häufig
besuchte Werbeseiten, kosten aber einen Bruchteil von dem, was man pro Impressionen bezahlt im Vergleich zu Google Display oder Facebook. Ein sehr sehr günstiges Umfeld für Eat24 und an der Stelle natürlich sehr interessant dort Werbung zu schalten und wir zeigen euch gerade einfach mal die Banner die Eat24 getestet hat und hat nebeneinander laufen lassen. Auf jeden Fall sehr sehr schöne dabei, die natürlich auch eine Story erzählen, Auf jeden Fall sehr sehr schöne dabei, die natürlich auch eine Story erzählen, die ironisch sind, die die Leute zum schmunzeln bringen und da natürlich auch einen sehr sehr großen viralen Effekt erzeugen. Patrick, was hältst du denn davon? Findest du die unterhaltsam oder was hat dir besonders gefallen?

Patrick: Ich finde die sehr unterhaltsam. Es ist natürlich immer die Frage, ob man damit einen Eyecatcher hat, wobei ich denke, mit den Bildern, die hier dargestellt werden, hat man definitiv einen. Man könnte jetzt beispielsweise auf das Bild mit dem Pferd. Habe ich gerade gesehen, wo man überlegt, welche Tiere bringt man damit letztendlich in Verbindung ist es der Hund? Wahrscheinlich eher nicht. Oder der letztendlich in Verbindung ist es der Hund? Wahrscheinlich eher nicht. Oder der Affe? Man hat sich dann doch auf das Pferd geeinigt, wobei das Einhorn war auch im Gespräch. Aber ich glaube, das geht ein Stück zu weit.

Sebastian: Es ist auch sehr interessant, weil die Eat24-Leute auch versucht haben, da irgendwas mit Tieren zu versuchen. Und sie haben dann häufig eine Ablehnung bekommen. Bei einem Affen, bei einer Katze, bei einem Hund. Und bei einem Pferd nicht. Bei Einhörnern haben sie es dann nicht mehr ausprobiert. Das wäre vielleicht noch mal einen Test wert. Auch sehr interessant ist am Anfang der Recherche hat Eat24 auf bekannten Stock-Plattform nachgeschaut und „Food and Sex” eingegeben und die ersten sechs bis zehn Seiten waren einfach nur die Frau mit der Banane. An der Stelle natürlich wenig kreativ. Was die daraus gemacht, haben richtig richtig gut. Die Banner habt ihr gerade gesehen. Was auf jeden Fall auch noch sehr interessant ist, wie viel KPIs und auch Big Data Eat24 im ganzen Blogartikel verwendet, mit schönen Infografiken, um zu gucken, wo sind die Leute am hungrigsten und am geilsten. Auf jeden Fall sehr sehr unterhaltsam und natürlich dann auch die Frage: wie könnt ihr das für euch anwenden? Große Herausforderung ist natürlich, die Zielgruppe mit Besuchern auf Pornoseiten überein einzubringen. B2C ist da wahrscheinlich sehr sehr interessant. Dann braucht ihr aber natürlich auch ein Produkt und ich sag mal eine eine Zielgruppe, die damit auch humoristisch umgehen kann. Wenn es jetzt um irgendwelche Finanzprodukte geht, würde ich es wahrscheinlich eher nicht machen, seriöse Themen auch nicht. Auch immer natürlich schwierig, dass man eine gewisse Respektsgrenze nicht überschreitet, dass man nicht Frauen beleidigt oder irgendwas anderes schlimmes macht. Da auf jeden Fall auch immer die Frage, wie gehe ich damit um. Richtig. Nächste Folge: Es geht um ein ähnliches Thema. Wir haben eben darüber gesprochen: Buyer Persona, zum Beispiel wie bei Eat24 und Pornstars.

Und nächste Woche…

Sebastian: Nächste Folge wird darüber gehen, wie könnt ihr mit Buyer Personas arbeiten, wie könnt ihr Werbemittel darauf abstimmen, wie könnt ihr eure komplette Kampagne, Online Kommunikation in Sales damit optimieren.

Patrick: Genau. Nicht zu vergessen: wenn ihr schon irgendwelche Erfahrungen mit Pornoseiten beziehungsweise mit Online Bannern auf Pornoseiten gemacht habt.

Sebastian: Wenn ihr jetzt zum Beispiel auf der Arbeit, auf dem Arbeitsplatz die Pornoseiten auf habt, könnt ihr dem Chef sagen: „Ich mache das allein aus beruflichen Gründen.”

Patrick: Richtig und wenn das gut funktioniert hat und ihr habt irgendwelche Erfahrungen damit gemacht, lasst uns doch einen Kommentar da und schreibt uns etwas. Wir freuen uns auf jeden Fall. In der nächsten Folge geht es weiter
mit Buer Personas. Wenn dir das Video gefallen hat, dann abonniert unseren Kanal, lasst uns einen Daumen da. Ansonsten: Danke fürs
Zuschauen und bis zum nächsten mal.

Sebastian: Auf Wiedersehen.