Tinder ohne Date und Cybersex? Lead-Nurturing und Sales-Termine in Zeiten von Corona.

WAY2slow | Folge 13

Corona hat uns fest im Griff und schränkt uns im privaten wie beruflichen Leben ein. Persönliche Kontakte sind nicht mehr ohne weiteres möglich. Deshalb treten Video-Calls mit Freunden, Familie, Kollegen und Geschäftspartner deutlich häufiger auf den Plan. Diese und andere Möglichkeiten besprechen wir in der aktuellen Folge.

Transparente Kundenprozesse sind gerade jetzt in Zeiten von Home Office prädestiniert für CRM-Tools, um mit Kollegen gemeinsam an Kundenbeziehungen zu arbeiten.

Wir geben dir in gewohnt charmanter und offen ehrlicher Art Einblicke in unseren Alltag und wie du die aktuelle Situation nutzen kannst, um nicht nur dein Business am Laufen zu halten sondern auch gegenüber deiner Konkurrenz diese Phase zu nutzen.

Dabei sind

Patrick

Sebastian

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Transcript Folge 13 | Tinder ohne Date und Cybersex? Lead-Nurturing und Sales-Termine in Zeiten von Corona.

Intro:  Herzlich willkommen bei dem unterhaltsamen Podcast für Marketer und Seller.

Sebastian: Herzlich willkommen bei einer neuen Folge Way2slow. Wie immer dabei mein liebenswerter Kollege Patrick.

Patrick: Hallo Sebastian. Ich freue mich, wieder dabei zu sein.

Sebastian: Wir freuen uns, alle jeder einzelnen der da draußen zuhört. Wir nehmen diese Folge auf in ja nicht ganz einfachen Zeiten. Corona grassiert draußen auf der Straße. Wir müssen zu Hause bleiben. Das hat natürlich zahlreiche Auswirkungen auf unser privates und berufliches Leben. Deswegen steht diese Folge unter dem Stern Tinder-Date ohne richtiges Date. Cybersex bzw. Kundenakquise. Kundenkontakte in Zeiten von Corona. Wie immer stelle ich eine Frage, und die Frage muss dann auch der Patrick beantworten. Patrick Sag mal, was denkst du eigentlich? Was hältst du von Tinder-Dates?

Patrick: Ich habe es geahnt. Je nachdem, in welchem Gebiet ich gerade bin, würde ich davon Abstand schreiben. Zumindest würde ich mich kein Date einlassen. Aber ich meine, das ist jetzt gerade so ein bisschen zwiegespalten. Zum einen hat man die Zeit, weil man zu Hause sitzt, ja ein bisschen nach links und rechts zu swipen. Andererseits ist es natürlich gerade eine ganz große Herausforderung oder schier unmöglich, sich zu verabreden und zu treffen. Und wenn man es denn tut, sollte man natürlich die 1,5 oder besser noch 2 Meter Abstand halten. Dann ist es vielleicht noch genehmigt.

Sebastian: Also, wenn man das trägt, kommt immer noch ein gutes Date hat. Dann Chapeau!

Patrick: Richtig genau. Und ich glaube, dass auch bei der letzten Ansprache die Frau Merkel da keine Ausnahme gemacht hat, was Tinder-Dates angeht.

Sebastian: Ne das war nicht in ihrer „Alle dürfen aufhaben, müssen schließen, außer Tinder-Dates, die dürfen noch…“ Ich meine, wie ist es denn, wenn wir jetzt auf der Straße herumgehen und zu zweit erwischt wird und die Polizei hält einen an, sagt man dann Ja, wir gehören zusammen, wir sind eine Familie“ oder?

Patrick: Das ist ja ich tatsächlich die Regel. Man sagt ja, wenn man im Familienkreis unterwegs ist, geht es, glaub ich, sogar mit mehr als zwei Personen.

Sebastian: Das heißt, du kannst auch in Sammel-Date quasi direkt machen.

Patrick: Im Prinzip kannst du auch ein Sammelgebiet machen. Was sich daraus ergibt, ist einem selbst überlassen. Das sollte man dann den Privaträumen machen, aber selbst da gilt ja die Regel: Man sollte keine „Parties“ feiern.

Sebastian: Es ist keine Corona-Party, das ist eine Tinder-Party

Patrick: Na dann komme ich mit.

Sebastian: Man merkt, dass hat zahlreiche Auswirkungen. Ich musste auch irgendwie sofort an den ein oder anderen Film oder Serie denken. Weiß nicht, ob du dich daran erinnern kannst. Es gibt ja bei „Bad Teacher“ gibt es die Szene, wo Justin Timberlake und sie in der Kiste landen. Und er aber „nee, ich kann jetzt keinen Sex haben, aber wir können gerne trocken vögeln“ und am Ende hat er einen Fleck auf der Hose, und sie ist alles andere als amused. Das kann ja auch nicht Sinn und Zweck sein, wenn man anderthalb Meter, zwei Meter Abstand halten soll, dann wird es nicht besser.

Patrick: Richtig. Ich musste auch immer an die Szene denken, passt auch mehr oder weniger. Von HIMYM die eine Szene, wo Ted Mosby auf einer Hochzeit die deutschen Bäckerin kennenlernt und sich mit ihr dann auch anfreundet bzw. gehen nachher auch in einen  Nebenraum mit einem Klavier und verlieben sich ineinander und sie dann den Vorschlag macht, also er will sie dann halt küssen und sie einen Vorschlag machen lassen: Lass uns den Moment, kurz bevor man die Lippen berührt, ist doch eigentlich immer der Schönste, der Höhepunkt, Lass uns doch dort abbrechen und danach getrennte Wege gehen und keinen Kontakt mehr miteinander haben. Die kriegen das auch tatsächlich hin und kurz darauf wird der Ted natürlich wahnsinnig.

Sebastian: Verständlich, Ich musste auch an diese eine Szene denken bei Big Bang Theory, wo der Lennard sich die Priya schnappt, die Schwester von dem Ratsch und sie wieder zurück in Indien ist und die beiden versuchen, die bei den Versuchen Cybersex über Skype. Da gibt es diese zwei super lustigen Sehen, wo einmal er schon so voll dabei ist und sie sich ausziehen und Skype fängt an einzufrieren, kurz bevor man ihre Brüste sehen kann. Er dann so „Nein, ich war doch fast fertig, oder so“. Und dann das zweite Mal wo er dann wirklich „jetzt endlich wird Dirty Talk und keine Ahnung was machen.“ Und dann, in dem Augenblick, sagt Priya „Ich sitze hier mit meinen Eltern.“ Ist natürlich auch blöd. Um da jetzt vielleicht auch die Kurve zu kriegen in Richtung Online-Business und digitales Marketing und so weiter. Das sind natürlich alles Herausforderungen, vor der viele Leute stehen, die jetzt vielleicht noch nicht ganz so an der digitalen Front sind, sprich Online-Meetings, Skype Calls. Sei es für interne Prozesse, weil jeder im Homeoffice ist oder bei Kunden, weil ich gerade keine Besichtigung machen kann, keine Meetings, keine Termine eingehalten werden können, die dann wirklich unter vier Augen oder mehr normalerweise stattfinden. Es ist eine Herausforderung. Weiß ich nicht. Wenn ich jetzt ein klassisches Kundengeschäft habe, wo die Leute vorbeikommen, weil sie sich was angucken müssen. Vielleicht ist der Laden schon komplett zu zu mindestens der physikalische. Aber vielleicht überlegt man sich auch einen Online-Shop oder hat schon einen Online-Shop. Dann gibt es natürlich den einen oder anderen, kennt man von sich selber. Bevor ich vielleicht etwas Größeres bestelle, egal ob es 50 Euro oder 500000 Euro kostet, ich würde es mir natürlich vielleicht vorher nochmal angucken. Und dann entweder im Laden bestellen oder den Auftrag geben oder aber vielleicht auch online in dem eigenen Shop bestellen. Wenn das eben nicht der Fall ist, was macht man dann? Weiß nicht, ob du da irgendwelche Ideen hast. Irgendwelche Tipps?

Patrick: Wir haben natürlich das große Glück, dass wir so oder so schon sehr viel online arbeiten bzw. mehr oder weniger ausschließlich damit Erfahrung haben und auch die Möglichkeit. Und es gibt ja auch lokale Geschäfte, die so etwas überhaupt gar nicht können. Ob man jetzt Bäcker nimmt. Da gab es einen Aufruf, genau diesen emotionalen Aufruf, mit diesem Mann, der da vor der Kamera geweint hat und gebeten hat „Leute kommen vorbei.“ Trotzdem eben noch. Ich weiß gar nicht, was er Krankenwagen, Feuerwehrleute denen angeboten hat, die Ware umsonst abzuholen. Mega krass. Aber es gibt auch Unternehmen, die sich gerade komplett umstellen müssen. Die Mitarbeiter, die Möglichkeit haben, im Homeoffice zu arbeiten, dies aber noch nie gemacht haben vorher. Die auch damit am Anfang erst mal noch gar nicht parat kommen, die dann wahrscheinlich auch denken, wir müssen jetzt ganz viel miteinander telefonieren, um eben uptodate zu bleiben, was der eine oder andere tut. Das geht aber eben auch mit entsprechenden Tools. Also ist das Thema natürlich gerade sehr passend.

Sebastian: Und es klingt zwar sehr abgedroschen und auch ein bisschen lehrerhaft, wenn man sagt: Okay, man braucht eine gewisse digitale Kompetenz, eine gewisse Medienkompetenz dann auch. Aber das ist einfach wichtig. Vor allen Dingen, weil man eben auch merkt, dass danach das Geschäft weitergeht und vielleicht auch zahlreiche Vorteile hat. Wenn ich mir jetzt zum Beispiel vorstelle, in den nächsten Tagen, Wochen, wird es wahrscheinlich auch den einen oder anderen geben, der seine Workshops ins Digitale verlegt, wenn er das noch nicht gemacht hat. Der hat zahlreiche Herausforderungen, weil man sich überlegen muss „Mit wie vielen kann ich es machen? Bricht die Leitung zusammen?“ Man hat natürlich auch nicht so diese Kommunikation, die Gestik, vielleicht auch den Augenkontakt wie live vor Ort. Da muss man natürlich auch ein bisschen drauf achten. Aber das andere ist natürlich auch wenn ich solche Möglichkeiten habe, kann ich so einen Call auch aufnehmen. Das heißt, ich kann dir im Grunde egal wem danach auch wieder zur Verfügung stellen. Das hat auch ein Vorteil.

Patrick: Das hat auf jeden Fall Riesenvorteil. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Unternehmen, wo jetzt alle Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten, die vorher vor Ort waren, dass das Unternehmen im Moment die Leute sind irgendwie ein bisschen produktiver als vorher, weil sie vielleicht ihre Ruhe und ihren Fokus haben und tatsächlich später mal überlegen, wenn das große Ausmaße nimmt, das Büro dichtzumachen und zu sagen Wir arbeiten jetzt alle nur noch auf remote.

Sebastian: Das ist halt auch durchaus ein spannender Move. Ich glaube nicht, dass das für Daimler oder VW oder sonst so große funktionieren würde. Natürlich vor allen, auch für die nicht, die vor Ort, am Band oder sonst wo arbeiten müssen. Das ist natürlich kompletter Blödsinn.

Patrick: Also schließt man dem Homeoffice… schickt mir mal schnell das Getriebe rüber, ja, dann auch das ganze Wohnzimmer.

Sebastian: Aber was ich auch schon gesehen habe, und das fand ich auch extrem interessant, war jetzt die ersten, die wirklich nicht an der digitalen Front sitzen und die ersten Gehversuche im Homeoffice machen. Es ist schon eine Herausforderung, vor allen Dingen, weil man natürlich meistens ist der Heim-Arbeitsplatz natürlich nicht genau so ausgestattet wie der im Büro. Das ist das Erste. Und natürlich hat man auch eine ganz andere Umgebung. Eventuell liegen da noch irgendwelche Unterlagen oder irgendwelche Briefe, irgendwelche Rechnungen rum. Eventuell muss man ihn erst mal herrichten, damit er auch einigermaßen nett aussieht. Und das andere ist natürlich auch nicht die Sekretärin oder die Kollegin oder der Kollege nebenan, sondern vielleicht die Frau plus Kinder und vielleicht auch noch die Großeltern im Geschoss obendrüber. Ja, das kann natürlich auch schwierig sein. Aber ehrlich, wie vielleicht bei Lennard und Priya, wenn sie Cybersex machen wollen. Kann das nun mal das eine oder andere gestört werden. Vor allen Dingen. Ich hatte auch jetzt schon ein Calls mit dem einen oder anderen, der im Homeoffice ist, er dann seine Tochter auf dem Schoß hatte. Oder. Ja, Die Katze auf dem Schreibtisch. Aber, da muss man sich natürlich auch ein bisschen dran gewöhnen, hat aber natürlich auch viele Vorteile. Vielleicht auch ein kleiner Tipp für die Leute da draußen. Wir haben gerade ein Blog Artikel rausgebracht, wo wir auch ein kurzes Whitepaper, in kurzen Guide drangepackt haben, wo wir dann so ein bisschen auch aus unserer Erfahrung berichten. Die eine App, die muss ich erwähnen, die finde ich wirklich grandios. Die nennt sich Forest, die dabei helfen soll, konzentriert zu arbeiten, und funktioniert relativ einfach: sobald man irgendwie sich einem neuen Task, einer neuen Aufgabe widmet, drückt man auf die App. Und nach 30 Minuten wird ein Baum gepflanzt. Wenn man diese 30 Minuten nicht durchhält, muss man den Baum fällen. Und das hat natürlich eine sehr, sehr schöne psychologische Wirkung. So gut wie keiner von uns will das denke ich mal, es sei denn, man ist Schreiner oder so. Keine Ahnung. Wobei das dann auch im Homeoffice schwierig war. Ja, gerade nee. Aber das ist natürlich eine sehr schöne spielerische Abschrauben umzusetzen. Ansonsten Wir haben ja natürlich auch, denn wir sind es irgendwie gewohnt, in unserem Alltag mit digitalen Dingen zu arbeiten. Wir sind auch mit Home-Office durchaus häufiger mal unterwegs, haben jetzt aber auch gemerkt. Vielleicht an die Leute da draußen: Der längste Gang ist wahrscheinlich der Gang zur Dusche oder zum Kühlschrank, und ansonsten sitzt man eher die ganze Zeit. Man muss nicht zum Auto gehen, vielleicht auch nicht zur Bahn, und bewegt sich nicht zum Kopierer in die nächste Etage, um die Kollegen zu treffen oder in die Kantine. Irgendwann merkt man schon okay, die Beine werden jedoch irgendwann schwer, und der Popo tut weh. Was wir jetzt gemacht haben? Über einen guten Freund von mir haben wir jetzt die Möglichkeit, zweimal in der Woche ein kleines Workout zu machen, was wir dann auch über Zoom abhalten. Keine Erfahrungsberichte können wir noch nicht teilen. Das machen ab nächster Woche. Mal gucken, ob das klappt. Ja, das wird interessant. Wahrscheinlich wird man auch zwei, drei Mal die Leitungen abbrechen und dann jeder irgendwie in einer komischen Pose einfrieren.

Patrick: Nass geschwitzt.

Sebastian: Und danach ist jeder unproduktiver als vorher, weil man erst mal drei Stunden schlafen muss. Wir werden sehen, aber es ist, glaube ich, auch ein wichtiger Punkt, dass man sich bewegt, vielleicht auch draußen in den Wald geht, wenn man nicht so viele Leute findet, wenn man auch zur Fledermaus, die Corona übertragen hat Abstand halten kann.

Patrick: Ja, absolut. Was natürlich auch gerade für die Leute, die jetzt neu im Homeoffice arbeiten, wo es jetzt eine ganz neue Umgebung eigentlich ist. Wo wir jetzt fokussiert arbeiten gesprochen haben. Das ist natürlich das A und O. Weil gerade zuhause gibt es natürlich 250000 Sachen, die gerade leider schöner sind, zu machen oder auch ablenken. Und wo du auch gerade gesagt, dass jemand anderes noch mit im Haushalt ist. Ob das jetzt ein Kind ist, ein Haustier oder auch ohne Partner? Bei mir ist es letztendlich so, dass, ich bin ja auch häufig im Homeoffice ist, und wenn ich dann mal kurz gestört werde, ist es ist nicht einfach nur so, dass ich dann kurz gestört bin und wieder zu meiner Aufgabe gehe, sondern ich brauch wieder eine gewisse Zeit, um in den Fokus zurückzukommen. Und was ich da empfehlen kann, ist, dass es möglich ist, in seinem Internet-Browser so wenig Tabs, wie möglich auf zu haben, sondern nur denen, die man gerade braucht für die Aufgabe, ein E-Mail Programm ausschalten, dass man kein Email Geräusch hört und auch gar nicht in Versuchung kommt, auch zu blicken. Es gibt auch ein paar sehr praktische Tools, die dabei helfen, beispielsweise YouTube, Facebook und den ganzen Social-Media-Kanäle zu sperren in der Zeit, sodass man sich auf die Aufgabe konzentrieren. Was auch hilft, das habe ich bei mir gemerkt. Es ist eine kleine To do Liste zu machen, die man sich vorher, bevor man den Tag startet, aufschreibt. Das dürfen nicht zu viele Aufgaben sein, weil sonst wirds irgendwann lästig. Die Hauptaufgaben an sich eins nach dem anderen abhakt und abends kontrolliert, ob man auch das gemacht hat, was man sich vorgenommen hat, bzw. was für die Produktivität förderlich ist.

Sebastian: Da gibt es ja auch ganz viele sehr interessante Statistiken und Umfragen. Aber braucht man eigentlich gar nicht. Wenn man sich überlegt, man hat ein und dieselbe Aufgabe, keine Ahnung, zehn Mal angefangen und beendet. Das ist natürlich jedes Mal: „ich muss mich wieder rein finden und wieder reinkommen.“ Und das kann ich auch nur als sowohl als ehemaliger Inhouse Online-Marketing-Manager, aber auch als Agentur Betreiber sagen, wenn da draußen Kunden sind, die mit ihren Agenturen arbeiten: kontaktiert eure Dienstleister nicht zu häufig! Das ist kontraproduktiv, auch für euch selber. Da kann ich nur drum bitten. Ich kann auch nur jeder Agentur die Empfehlung geben, falls es zu häufig passiert, macht es deutlich, zeigt das euren Kunden, dass das alles andere als produktiv ist. Oder macht das direkt von vornherein klar. Es gibt nur ein Kanal, zum Beispiel ein Projektmanagement Tool wie Trello, Asana, Jira und was es da alles gibt, womit man arbeiten sollte, um sich auszutauschen. Das hat nichts damit zu tun, dass man nicht kommunizieren will, und es mag auch wichtige, vielleicht adhoc Aufgaben geben. Aber das sollte auch wirklich mit Ja, Verstand und mit Bedacht genutzt werden, weil sobald Skype, WhatsApp, E-Mail und weiß der Geier was noch alles dazu kommen, kommt man raus, und ich finde es auch mehr gerechtfertigt, dem Kunden zu sagen: Auf WhatsApp antworte ich generell nicht. Auf Skype kann ich gerne machen, wenn es das präferierte Tool ist. Aber ansonsten wirklich klarmachen: Es gibt gewisse Eskalationsstufen auch in der Kommunikation, die mit Bedacht gewählt werden sollen.

Patrick: Absolut. Und man kann es ja auch den Kunden so kommunizieren, dass es nicht negativ rüberkommt. „Hier pass auf, bei WhatsApp und bei E-Mails, da geht bei mir viel unter. Und das, was sie hier macht, ist mir so wichtig, da möchte ich keine Aufgabe verlieren. Lasst uns das eine Tool nutzen, und dann werden wir da zusammen auf Spaß mithaben.

Sebastian: Was natürlich jetzt auch noch dazukommt, sind so Möglichkeiten wie zum Beispiel über Online-Meeting Option, vielleicht auch ein Videocall zu vereinbaren, zu ermöglichen. Da muss man natürlich auch mal ein bisschen aufpassen, dass man dann die Erwartungshaltung bei demjenigen, der es bucht, auch trifft. Also, wenn ich mir jetzt vorstelle, ich ermögliche irgendwelchen Leuten, mit mir einen Termin zu vereinbaren, das dann auch so zu gestalten, dass ich wirklich nur Termine anbiete, die ich auch wirklich realistischerweise einhalten kann und nicht Termine ermögliche, wo ich in fünf Minuten irgendwo sein soll, in irgendeinem Videocall. Weil das vielleicht wirklich utopisch ist und einfach nicht realistisch

Patrick: Ja, absolut.

Sebastian: Eine Sache ist mir heute auch noch eingefallen. Das fand ich auch sehr, sehr schön, weil es gibt ja durchaus auch den einen oder anderen, der komplett in seiner Onlinewelt bis jetzt zumindest gefangen ist. Was heißt gefangen, zu mindestens da sich wohlfühlt. Aber jetzt auch merkt, okay es gibt den einen oder anderen, wo ich eigentlich auch ganz gerne mal mindestens so ein simulierte haptische Erfahrungen kriege möchte. Meine jetzt keine Gummipuppe oder sowas, die ich mir in die Ecke stellen kann. Was ich Beispiel auch ganz schön finde, ist mit Print Materialien da zu arbeiten. Weil ich natürlich da auch eine gewisse Wertigkeit, Qualität und auch Sorgsamkeit vielleicht transportieren kann, um den ersten Touchpoint auch jenseits der Onlinewelt zu bekommen. Also wenn ich mir vorstelle,.

Patrick: So eine Art Buch oder Broschüre oder irgendwas,.

Sebastian: Irgendwie sowas. Ein Katalog oder vielleicht auch wirklich sowas in der heutigen Zeit ein einigermaßen automatisiertes, aber auch personalisiertes Anschreiben, wo drin steht: Ich bedanke mich für Ihre Kontaktaufnahme. Diese Information, die man dazu schickt, soll dazu dienen, dass wir auch eine gewisse Wertigkeit darstellt. Ich kann mir vorstellen, man weiß ja jetzt nicht, wie lange das mit der Corona Krise noch geht, das man dazu auf der Video-Ebene sehr viel hinbekommt. Ich habe jetzt auch zuletzt gesehen, das fand ich auch sehr schön. Eine einfache Landingpage, die im Grunde viele verschiedene Videos dargestellt hat, die im Grunde so etwas wie eine Art Interaktion zwischen Mensch und Webseite suggeriert hat. Wo dann in dem Video stand „Herzlich willkommen! Ich freue mich, dass Sie hier sind. Wenn Sie Interesse an dem haben, klicken Sie hier oben, wenn Sie Ihr Interesse an dem haben, da und wenn Sie eine allgemeine Beratung haben wollen, da“ Und neben dem Video gab es eben drei Buttons. Wenn man einen geklickt hat, dann ging es ins nächste Video. Bla bla, bla, bla bla. Ist natürlich ein langer Weg, und man muss den gehen wollen. Viele scrollen dann vielleicht auch weg und klicken weg. Ist aber, finde ich, auf jeden Fall ein Test wert, gerade wenn es um ein Digitales Neugierig machen geht. Also wenn ich mir das jetzt mit Tinder Dates vergleiche, dann ist das ja so ähnlich wie „Okay ich gucke mir die Fotos von dir, guck an, was du so auf deinem Profil stehen hast. Passt. Erste Nachricht.“

Patrick: Ja, genau. Das ist natürlich mit den Videos. Ich finde, ich finde die Idee sehr, sehr cool. Man hat halt am Anfang einmal ein bisschen Aufwand, um das Ganze aufzusetzen. Aber man kann es eben dann wunderbar skalieren und automatisieren.

Sebastian: Und gerade in der heutigen Zeit geht es ja auch darum, dass man den ersten Unterschied macht, wie beim ersten Date. Hier bei uns zu Hause, läuft jetzt rauf und runter dieses First Dates von Vox. Wo man sich in diesem Restaurant in Köln trifft, und guckt okay passt man zusammen, passt man nicht zusammen? Bist du auch so Fitness verrückt wie ich? Nee, ok, dann tschüss. Kann ja auch sein. Und ja, genau im Grunde ist es ja nichts anderes. Und wenn man das irgendwie versucht, auf die Online-Welt zu übertragen, dann ist Tinder da natürlich relativ naheliegend. In der B2B Welt, im Business ist es natürlich nicht ganz so einfach. Aber vielleicht auch eine Geschäftsidee. Nennt man das dann, nicht Tinder Date, sondern Corona Date oder irgendwie sowas. Keine Ahnung. Könnte man aber auch missverstehen. Egal.

Patrick: Ja. Also, ich finde es auch grundsätzlich wichtig, gerade… Das ein oder andere Unternehmen kommt vielleicht auf den Trichter zu sagen, okay, wir stellen jetzt erst mal alles lahm, auch was die Kundenakquise angeht, weil wir eh nicht in Kontakt treten können. Aber sofern uns dem ein oder anderen möglich ist, sollte man vielleicht sich klar, wenn man jetzt Anfragen generieren möchte, nicht sofort auf einen Termin ausgehen, aber sich somit erst mal vielleicht eine Pipeline aufsetzen und dann eben den Termin später wahrnehmen. Ich glaube, jeder Interessent, der wird dafür Verständnis haben, dass man aktuell sich nicht treffen kann oder eben dann auf die Video Call- Geschichte gehen, was vielleicht sogar auch die beste Variante wäre.

Sebastian: Also ich glaube, dass die Zeiten auf jeden Fall noch eine ganze Reihe an interessanten Möglichkeiten zutage bringen werden. Generell ist es natürlich auch schön, wenn man in CRM Tool hat, was eine komplette Transparenz in alle Prozesse ermöglicht. Wir sind ja HubSpot Partner, nutzen aber auch, wir kennen auch ganz viele andere Tools: Keen, GetResponse, PipeDrive, und wie sie alle heißen. Die sind natürlich gerade prädestiniert dafür, in so einer Phase, im Homeoffice immer noch sehr, sehr produktiv und effizient zu arbeiten, weil wir eben an dem Kontakt an den Kunden sämtliche Aktivitäten, sämtliche Status abbilden können. Und ob ich zu Hause sitze an meinem Laptop oder vielleicht sogar mit einem Smartphone darauf zugreifen, ist erstmal egal. Falls da draußen noch Leute sind, die kein CRM benutzen, auch keine Marketing Automation benutzen, die damit verknüpft ist, auf jeden Fall mit beschäftigen. Gerne uns auch anschreiben. Wir können da auf jeden Fall den einen oder anderen Tipp geben, in welche Richtung es gehen könnte. Weil jetzt, gerade jetzt, wenn nicht jetzt, wann dann, sollte man sich mit transparenten internen Prozessen beschäftigen.

Patrick: Absolut, ja, gerade was die Interaktion mit dem Kunden angeht, also nicht nur den Kunden, den man gewinnen möchte, sondern den, den man schon hat, dass man da mit solchen Tools kann man es auch schaffen, ne komplett transparente Zusammenarbeit zu schaffen.

Sebastian: Genau. Und das muss auch gar nicht teuer sein. HubSpot ist natürlich da, die durchaus fortschrittlichste und aber natürlich auch teuerste Lösung. Es gibt aber auch andere Lösungen wie GetResponse, oder Keap oder nur Pipedrive. Autopilot. Genau, womit man sehr gut schon unterwegs ist und wo man unter Umständen auch schon nach einem kurzen Onboarding von gleich zwei, drei Wochen sehr, sehr gut arbeiten kann. Das ja gar nicht so ein großes Onboarding sein. Keine lange Implementierung-Phase. Das kann unter Umständen schon sehr, sehr schnell gehen. Von daher, wenn da irgendeiner Interesse hat, gerne melden. Wir haben noch ein paar Kapazitäten. Ja gut, ich glaube, damit haben wir eigentlich auch schon so die wichtigsten Themen für heute. Ich hoffe, dass die nächste Folge nicht mehr in der Corona Phase ist, sondern wir uns damit beschäftigen können, wie man aus der Krise wieder rauskommt und sehr, sehr produktiv wieder durchstarten kann.

Patrick: Genau. Neu, gestärkt und neu motiviert.

Sebastian: Wir sind auf jeden Fall optimistisch.

Patrick: Absolut, das war noch nie anders.

Sebastian: Patrick, vielen Dank für deine Zeit! Viel Spaß weiterhin in der Homeoffice. Bleib gesund und wir hören uns.

Patrick: Das wünsche ich dir auch. Ich danke dir bis bald.