Above the fold

Was bedeutet Above the fold?

Above the fold bezeichnet den Bereich einer Webseite, der für den Besucher auf den ersten Blick sichtbar ist. Sprich, der Webseiten-Besucher muss nicht scrollen, um den Bereich zu sehen. Scrollt ein User weiter runter auf der Webseite, kommt er in den Bereich below the fold.

Woher kommt der Begriff?

Der Begriff stammt aus dem Druckereiwesen, also aus der Welt der Zeitungen. Große Tageszeitungen werden in der Mitte gefaltet, um z.B. handlicher im Transport zu sein. Diese Knickfalte, auch Falzlinie genannt, ist der sogenannte Fold. Above the fold bezeichnet somit den Teil der Zeitung, den man ohne auffalten sehen kann. Um den Bereich below the fold zu sehen, muss man die Zeitung aufschlagen. Diese Begrifflichkeiten hat man von Zeitung einfach auf Webseiten übertragen.

Warum ist Above the fold wichtig?

Menschen kriegen eine Vielzahl an Informationen jeden Tag. Die Wenigsten sind jedoch bereit, diese Menge lange nach relevanten Informationen zu durchsuchen. Deshalb solltest du dich bemühen, dass die wichtigsten Informationen direkt ersichtlich sind. Ohne großes Suchen und vor allem ohne Scrollen. Im Bereich „above the fold“ sollten deshalb die Informationen stehen, die relevant sind und, die Besucher für dich begeistern. Man geht übrigens davon aus, dass dieser Bereich 80% der Aufmerksamkeit eines Users bekommt. Es gilt hier also zu überzeugen.

Aber auch die nützlichen Aspekte deiner Webseite sind above the fold, wie zum Beispiel die Navigation. So steigerst du die so genannte Usability deiner Webseite und machst du es Usern leichter sich auf deiner Webseite zu bewegen.

Was muss ich beachten?

Abgesehen davon, dass du nur die wichtigsten und fesselnde Informationen in diesem Bereich platzieren solltest, gibt es noch ein paar andere Punkte:

1. Anzahl der Banner: Google möchte, dass besonders dieser Bereich der Webseite informativ ist und nicht ausschließlich aus Werbung besteht. Deshalb hat Google das Maximum von 3 Bannern in diesem Bereich gesetzt. Es kam schon vor, dass Google Webseiten mit schlechteren Platzierungen im Index abgestraft hat, weil sie hier zu viel Werbung hatten.

2. Unterschiedliche Browser haben unterschiedliche folds: Je nach Browser und Endgerät befindet sich der Fold an anderer Stelle. Dadurch kann es passieren, dass in einem Browser alles perfekt ist und im nächsten die wichtigsten Inhalte zu weit nach unten, unter den fold, rutschen. Deshalb solltest du unbedingt darauf achten, dass deine Aufteilung mit möglichst vielen Browsern kompatibel ist. Google Analytics stellt dir dafür ein Tool zur Verfügung, mit dem du genau das überprüfen kannst. Es gibt vielfach auch Browser-Plugins, die dir den Fold anzeigen.

3. Übertreib es nicht! Kleister deinen Above the Fold Bereich nicht wahllos zu, aus bloßer Angst, dass sonst keiner weiterscrollt. Platzier hier wirklich nur wichtige, interessante, relevante und begeisternde Inhalte. Mach in diesem Bereich neugierig auf mehr. Nur dann werden User sich weiter auf deiner Webseite aufhalten. Wenn du die User hier zumüllst, werden sie abbrechen.